Life Of Agony - A place where there's no more pain






















Inspiriert von den unzähligen "Wacken Open Air"-Rückkehrern auf der Autobahn, erinnerte ich mich an dieses Album.

Life Of Agony hatte ich abgeschrieben. Die Kompromisslosigkeit des Debüt "River runs red" (1993) wich über "Ugly" und dem dritten Album "Soul searching sun" (1997) zurückhaltenderen Stimmungen. "Soul searching sun" hatte durchaus noch starke Songs zu bieten, jedoch wandte sich Sänger Keith Caputo nicht lange nach Veröffentlichung von dieser Art Musik ab. Life Of Agony versuchte es dann noch mit Whitfield Crane von Ugly Kid Joe und Eigengewächs Alan Robert aber die Auflösung der Band folgte 1999. Caputos Solo-Material überzeugte mich nicht. 

Zur Wiedervereinigung kam es bereits 2003 und das gefällige Album "Broken valley" erschien 2005. Das Label war enttäuscht von den Verkaufszahlen und sprang ab. Life Of Agony vegetierte noch etwas vor sich hin, Albumaufnahmen im Jahr 2011 scheiterten und die Band löste sich erneut auf. Im gleichen Jahr wurde öffentlich, dass Caputo transsexuell ist und fortan den Namen Mina tragen wird. 

Für mich überraschend erschien nun mit "A place where there's no more pain" das Album zum zweiten Comeback der Band. Das Cover sorgte dafür, dass meine Neugier meine Skepsis übertraf. Life Of Agony hat ein packendes Alternative-/Grunge-Album produziert, welches nicht ganz den Speed des Debüts erreicht aber in seiner Wuchtigkeit an Alice In Chains erinnert aber trotzdem klar für die Marke Life Of Agony steht. Der Titelsong, "Dead speak kindly", "World gone mad" und "Bag of bones" sind verdammt starke Songs. Ich erkenne viele Parallelen zu Body Count: Starkes Debüt Anfang der 90er Jahre, nach drei Alben Pause, halbgarer Versuch Mitte der 00er Jahre und nun wieder voll da. Ich verspüre Lust auf "harte" Musik wie lange nicht mehr. Danke, Life Of Agony!

Metal.de:
Und so darf sich der geneigte Hörer auf etwas sehr Beeindruckendes einstellen. Denn LIFE OF AGONY wirken einfach zeitlos – und das liegt nicht nur am Sound. Das Songwriting ist erstklassig, abwechslungsreich und besitzt einen Charme, der heute kaum zu finden ist. Mal zeigt sich die Band getrieben, mal verzweifelt, und doch tragen alle Songs eine klare Handschrift. Sei es das Wehmut auslösende “Bag Of Bones” oder das zwischen den emotionalen Extremen pendelnde “Song for The Abused” – es setzt sich fest.

Das Video zu "World gone mad":


Und das zum Titelsong:


Life Of Agony live in "River runs red"-Besetzung:
  • 17.08. Dinkelsbühl (Festival)
  • 18.08. Essen (Festival)
  • 23.08. Leipzig
  • 24.08. Berlin
  • 25.08. Sulingen (Festival)

Kommentare:

Volker hat gesagt…

Ich bin enttäuscht, es packt mich nicht.

Aber so was wie "Died Laughing", Caputos Solo Debüt haut man wahrscheinlich auch nur einmal im Leben raus. Das Album wird immer einen Platz in meinem Herzen haben (wie auch seine Akustik Version des Life of Agony Tracks "Let's pretend"). Beides 9 Punkte mindestens. Hier leider nur 5,5

Ingo hat gesagt…

Ich bin positiv überrascht. 7,5 Punkte

Pages