Laura Marling - Alas I Cannot Swim




Musik von Frauen ist toll! Finde ich zumindest, Ingo hatte sich ja diesbezüglich reservierter geäußert.

Genau wie Frida Hyvönen ist Laura Marling blond und hat eine schöne Stimme, aber damit hätte man fast auch schon alle Ähnlichkeiten aufgezählt.

Während Frida Baujahr 1977 ist, haben wir es bei Laura mit einem Girl aus den Ninties zu tun. Geboren 1990!, meine Güte, da war ich ja schon volljährig! Laura ist das noch nicht so lange, als ich sie im November 2007 zum ersten Mal live auf einer Bühne sah, war sie noch süße 17 und somit minderjährig. Schon zu jenem Zeitpunkt hatte sie allerdings etliche Erfahrungen in der britischen Indie-Musikszene gesammelt. Im Grunde genommen stand sie hier schon einmal vor Gericht, denn sie sang auf Suspicious Eyes von dem zweiten The Rakes Album Ten New Messages mit und sorgte dafür, daß wenigstens ein überragender Track auf dem weitgehend enttäuschenden Album zu finden war. Auch den Mystery Jets hat sie auf deren zweitem Album unter die Arme gegriffen, sie sorgte für die weibliche Note auf der Single Young Love. Am bekanntesten dürfte sie den PVG-Richtern aber durch ihre massive Anteilnahme an dem tollen Debütalbum von Noah And The Whale sein. Ihr liebliches Kehlchen sorgt nämlich für den perfekten Kontrast zur nörgelnden "Kermit- der- Frisch- Stimme" von Charlie Fink.

Noch als minderjährige ist sie zumindest durch das UK bereits intensiv getourt, neben Sologigs startete sie auch im Vorprogramm von Adam Green und Pete Doherty. Allerdings soll sie laut Wikipedia einmal nicht zu ihrer eigenen Show zugelassen worden sein, weil sie noch keine 18 war! Angeblich performte sie dann kurzerhand auf der Straße!...

Zum Album: Alas I Cannot Swim ist ruhiger geworden, als ihre Liveshows, die sie teilweise zusammen mit dem Multiinstrumentalisten Marcus Mumford und dessen Band Mumford and Sons bestreitet. Wenn Marcus und seine Kollegen dabei sind, geht nämlich ganz schon die Post ab und man kann ähnlich wie bei Shows von Noah And The Whale ausgelassen zu den modern interpretierten Country-Klängen tanzen. Somit ist der Erstling eher vergleichbar mit ihren Sologigs, die sie nur mit der Akustikgitarre bestreitet. Auf dem von Charlie Fink produzierten Werk finden sich zahlreiche Tracks, die auch in den meisten Fällen als Singles ausgekoppelt wurden. Ich persönlich liebe Cross Your Fingers, Ghosts und vor allem My Manic & I heiß und innig. Wenn man die Songs hört, wundert man sich über die unglaubliche Reife bei Stimme und Songwriting und fragt sich verblüfft, ob man es hier mit einem frühreifen Wunderkind im Stile eines Connor Oberst zu tun hat!

Wenn Laura halbwegs den Rummel um ihrer Person verdaut, traue ich ihr zu, eine der langfristig erfolgreichsten Sängerinnen aus England zu werden und weitgehend talentfreie Kolleginnen wie Kate Nash (zudem noch häßlich) und Lily Allen (wenigstens hübsch) hinter sich zu lassen.

Das Album wurde für den Mercury Prize nommiert und landete in der Jahresbestenliste des NME auf Platz 14.

Links:

- Laura Marling live in einem kleinen Pariser Club. Ein 42 jähriger Herr aus England kam extra dafür angereist und verschwand am nächsten morgen wieder nach Manchester!
- Auf der Webseite von Laura kann man alle Videos in besserer Qualität als bei Youtube ansehen.
- Eines meiner Fotosets von Laura Marling. Sie ist soo süß!




Ghosts

Kommentare:

Christoph hat gesagt…

Die Platte verdient mindestens eine 8, ach Quatsch, es ist Weihnachten: 8,5

Dirk hat gesagt…

Oliver R. sagte: 8 Punkte

Dirk hat gesagt…

Was für ein schönes Folk-Singer/Songwriter-Album!

7,5 Punkte