Erasure - World Be Gone




















Anders als unser Mit-Juror Volker, der beständig den Finger am Puls des Pop hat, habe ich seit 1988 kein Album von Erasure mehr gehört. Obwohl „The Circus“ oder „A Little Respect“ gute Singles waren und „Sometimes“ vermutlich irgendwie auf jeder 80er Jahre Party laufen muss, konnte ich nie verstehen, wie Vince Clarke, der zuvor Depeche Mode und Yazoo gegründet und mit „Never Never“ als The Assembly (und Feargal Sharkey als Sänger) ein weiteres vielversprechendes Projekt gestartet hatte, dieser Band mit Andy Bell den Vorzug geben konnte. 

Überraschend stellte ich jetzt fest, dass a) Erasure noch bestehen, b) „World Be Gone“ bereits ihr siebzehntes Studioalbum ist (ich also dreizehn ignoriert habe), c) es u.a. in Deutschland, England, USA und Dänemark noch treue Fans gibt, welche die Alben regelmäßig in die Charts kaufen, auch wenn die ganz großen Erfolge seit 1994 ausbleiben, d) „Breathe“, eine Single von 2005 die Ausnahme dieser Regel ist, e) das Plattencover selten hässlich ist und f) das aktuelle Album ganz anders (= besser) als erwartet (= Disco-/Synthpop mit Falsettgesang) ist. 

Da die überwiegende Mehrheit der Songs im Downbeat-Bereich angesiedelt ist, Clarke spannende Elektro-Sounds und einige gute Melodien beisteuert und Bells Gesang (das ungeschulte Ohr) nur wenig an „Oh L’amour“-Zeiten denken lässt, muss man sich gar nicht schämen, wenn man beim Hören von „World Be Gone“ erwischt wird. Meine Anspieltipps sind „Love You To The Sky“, „Be Careful What You Wish For!“, „Take Me Out Of Myself“ und „Oh What A World“.
Aber erst Volker wird uns genau verraten können, ob Erasure ein gutes Pop-Album abgelegt haben, welche ihrer Alben man noch gehört haben sollte und ob er sich hier das Album in der limitierten Version auf orangenem Vinyl gekauft hat oder mittlerweile sogar wieder bei Kassetten angelangt ist. Auch dann haben Erasure eine Lösung für ihn!




Louder Than War vergibt 8,5/10 Punkten:

Album opener and recent single, Love You To The Sky is possibly the best thing they have written for ten years. It has everything that the pop fan demands – pumping percussive line, banks of backing sound, catchy verses and even catchier chorus. Bell sounds at his best, a voice that is instantly recognisable, stronger and better than ever he is at the height of his career whilst Clarke, regarded as a musical genius does what he does best – simple yet somehow complex musical accompaniment.The title track and A Bitter Parting are Erasure at their simplest, the former being a little nugget tucked away on the album and the later a potential fan favourite sees a chorus which will do doubt have mobile phone torches (the new matchstick or cigarette lighter) held aloft at live performances. Still It’s Not Over is simply great song writing.Oh What A World is fascinating. Venturing into the dark world of Erasure not often seen. Musically, a deep bass tone pervades and Bell sounds almost robotic as he describes the unpredictable world we live in. It has to be heard to be believed as it briefly shows a different side of the duo and is strangely addictive.Sweet Summer Loving is an unrequited love song and as such is gorgeous as one of those things that Erasure do so well and Lousy Sum Of Nothing borders on anthemic whilst it once more reflects on world events.With World Be Gone, Erasure have come up trumps not just by their own standards but also in good, refreshing pop music. (Louder Than War)





Kommentare:

Ingo hat gesagt…

5,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Da muss ich Erasure tatächlich 7 Punkte geben.

Olly Golightly hat gesagt…

Bevor ich "World Beyond" bewerte, musste ich je erst mal die "Originalversionen" hören. Die kommen auf 6 Punkte.

Volker hat gesagt…

Ich glaube, das Tape-Revival wird an mir vorübergehen, wie dieses Album bis dato auch. Aber jetzt muss ich wohl mal reinhören...