Hajk - Hajk



















Wer für ein sommerlich, leichtes Mixtape noch einen Indiepop-Song sucht, der gut zu den Hits aus dem aktuellen Album von Tennis („Yours Conditionally“) passt, dem seien „Magazine“ oder „Medicine“ von der norwegischen Band Hajk und ihr gleichnamiges Debütalbum empfohlen. 
Obwohl, wenn Sigrid Aases das Mikrofon von Preben Andersen (Gitarre) entrissen bekommt, dann könnten die Lieder auch gut zu Metronomy („Nothing Left To Say“, „Common Sense“) oder Phoenix („Best Friend“) passen. Das Quintett aus Oslo, das Ende 2015 seine erste Single veröffentlicht hatte und seitdem viel Lob und Beachtung erhielt, wird durch Knut Olav Sandvik (Bass), Johan Nord (Schlagzeug) und Einar Næss Haugseth (Keyboards) komplettiert.




Auf dem selbst betitelten Debütalbum schwelgen die Fünf aus Oslo in flirrenden Gitarrensounds mit dezentem Tropicana-Einschlag. Das klingt mehr nach kalifornischem Strand als nach norwegischem Fjord! (…)Die Synthies schwelgen in souverän leichtfüßigen Songs wie »Nothing Left To Say« durch sanft angesoulte Soundwelten. Und sind ein ganz klein wenig wehmütig, was übertriebener Süßlichkeit erfolgreich einen Riegel vorschiebt. Das ist Musik für Menschen, die federleicht durch ihre Wohnung steppen wollen, ohne dabei zu sehr ins Schwitzen zu geraten. Das ist spielerischer, zärtlicher Pop, der sich nicht anbiedern muss und mit Songs wie »I Don´t Remember« beweist, dass zurückhaltende Eleganz das neue Laut ist!(Nordische Musik)




In „Best Friend“ übernimmt Andersen den Lead-Gesang und treibt legere dreieinhalb Minuten durch überraschend funkige Gefilde, die dabei stets irgendwo im eingängigen und dennoch leicht entrückten Indie-Mikrokosmos spielen. „Somebody Else“ setzt hingegen auf Atmosphäre mit einem Hauch von Elektronik, angedeuteten Beats und dem gekonnten Wechselspiel aus synthetischem Minimalismus und großen, bandgesteuerten Gefühlen. Mit dem fluffigen, hibbeligen „Nothing Left To Say“ findet sich sogar ein weiterer kleiner Sommersong auf dieser Platte.Hajk haben hörbar Spaß auf ihrem Debütalbum und schicken eine Reihe kleiner, feiner Songperlen ins Rennen. Dieser selbstbetitelte Einstand ist mehr als ’nur‘ Indie Pop, streckt seine Fühler in alle musikalischen Himmelsrichtungen aus, tanzt und groovt stellenweise, nur um dann wieder introvertiert und melancholisch zu werden. Der Soundtrack der zweiten Frühlingshälfte mobilisiert und umarmt zugleich mit einem durchgehend unterhaltsamen, unheimlich sympathischen Album.(Beatblogger)




Kommentare:

Ingo hat gesagt…

6 Punkte

Dirk hat gesagt…

Das ein oder andere schöne Lied, z.B. "Flowerdust", aber etwas zu seicht. 6,5 Punkte